Wer sich mit dem Thema Rechtsschutzversicherungen auseinandergesetzt hat, der weiß, dass es nicht nur private Rechtsschutzversicherungen, Mietrechtsschutz oder Verkehrsrechtsschutz gibt. Mittlerweile werden auch tiefgreifende Versicherungszweige dargeboten wie zum Beispiel den Berufsrechtsschutz. Dieser wird gern mit dem Arbeitsrechtsschutz verwechselt – auch sind Unterschiede im Rahmen von Gewerbetreibenden und Selbständigen zu verzeichnen, die im Einzelnen aufgeführt werden.

Bestandteile des Berufsrechtsschutzes

Die Berufsrechtsschutzversicherung wird gern mit der Arbeitsrechtsschutzversicherung in eine Akte gesteckt – dabei muss jedoch zwischen dem Arbeitsrecht und dem Berufsrecht differenziert werden. Im Grunde ist das Arbeitsrecht eine Unterkategorie des Berufsrechts.

Beim Arbeitsrechtsschutz ist der Arbeitnehmer in verschiedenen Bereichen des Arbeitslebens ideal abgesichert. Der Berufsrechtsschutz geht hingegen noch etwas weiter. Um die Unterschiede etwas zu verdeutlichen, werden ein paar Beispiele offeriert:

Arbeitsrechtschutzversicherung kümmert sich um: Berufsrechtsschutzversicherung kümmert sich um:
Kündigungen Rechtliche Auseinandersetzungen bei Erwerbsunfähigkeit
Abfindungen Rechtliche Auseinandersetzungen mit Rentenversicherungsträgern
Abmahnungen Ärgernisse mit der Agentur für Arbeit
Ausbleibende Löhne und Gehälter Schadensersatzrechtsschutz für sozialgerichtliche Verfahren
Mutter- sowie Jugendschutz Strafrechtsschutz
Arbeitszeugnisse oder ähnliche Schriftstücke Standes- sowie Disziplinarrechtsschutz
Versetzungen etc. Ordnungswidrigkeitenrechtsschutz

Versicherungsgesellschaften bieten diese beiden Sparten gern in einem Kombi-Paket an. Da sich die Kosten allerdings oftmals stark unterscheiden, sollten Sie vor dem Vertragsabschluss einen Vergleich im Internet anstreben, mit dem Sie einen besseren Überblick über die einzelnen Tarife, Leistungen und Assekuranzen erhalten.

Hinweis: sowohl für den Berufsrechtsschutz als auch den Arbeitsrechtsschutz gilt die Prämisse, dass jeweils eine Karenzzeit von drei Monaten veranschlagt wird. Ausnahme stellt hingegen ein Versicherungswechsel dar.

Gibt es Berufsrechtsschutz auch für Selbständige und Gewerbetreibende?

Für Selbständige und Gewerbetreibende wird auch eine Form der Berufsrechtsschutz angeboten – diese wird von den Versicherungsgesellschaften jedoch als Firmenrechtsschutzversicherung bezeichnet. Dabei kann der Selbständige selbst den Firmenrechtsschutz abschließen und gleichzeitig sein ganzes Unternehmen absichern. Angrenzend schützen sich Firmeninhaber als auch Führungskräfte vor rechtlichen Konflikten mit Angestellten und Arbeitern, können diese Bereiche überaus kostenintensiv ausfallen.

Weiterhin stehen Selbständigen oder Personen, die freiberufliche Tätigkeiten ausüben, ebenso Rechtsschutzleistungen zur Verfügung. Diese sind jedoch klar von den Berufsrechtsschutzversicherungen für Nicht-Selbständige zu unterscheiden und müssen auch beim Berufsrechtsschutz Vergleich strikt differenziert werden.

Tipp für Firmeninhaber: ist Ihr Unternehmer auch europaweit oder gar weltweit erfolgreich, so sollten Sie beim Berufsrechtsschutz auf die jeweiligen Geltungsbereiche achten. Wird dieser Passus bei Vertragsabschluss außer Acht gelassen, so kann der Versicherungsschutz leiden, was zur Folge hat, dass unnötige Unternehmensrisiken eingegangen werden. Bedenken Sie auch, dass die Belegschaft ideal abgesichert wird, um alle Fälle einzubeziehen.

Berufsrechtsschutz für den idealen Rundumschutz

Anders als bei vielen anderen Rechtsschutzversicherungen ist der Berufsrechtsschutz etwas komplizierter in seinem Abschluss. So müssen Selbständige unbedingt auf ihren Berufsstand achten. Bei der Rechtsschutzfreiberufler muss im Versicherungsschein explizit die Bezeichnung „freiberufliche Tätigkeit“ verzeichnet sein, damit die Versicherung Gültigkeit behält. Die Nennung der konkreten Berufsbezeichnung hat jedoch auch Nachteile und bewirkt, dass anderweitige Berufstätigkeiten nicht miteinbezogen werden.

Es ist daher überaus maßgeblich, den Rechtsschutz Beruf richtig einzubinden und keine Fehleintragungen vorzunehmen. Dies könnte sich in Zukunft negativ auf den Versicherungsschutz auswirken. Beim Berufsrechtsschutzversicherung Vergleich haben sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige und Gewerbetreibende die Möglichkeit aus einer Vielzahl von verschiedenen Assekuranzen nach dem richtigen Berufsrechtsschutz zu suchen. Dabei sind auch Tarifoptionen und nicht zuletzt Leistungsmöglichkeiten interessant. Erwählen Sie in Ruhe den Partner für die Zukunft und achten Sie auf die Unterschiede, um keine Kompromisse eingehen zu müssen.

Tipp: natürlich möchten gerade Kleinunternehmen oder auch Existenzgründer zu Beginn ihrer Karriere Geld einsparen. Es gibt die Möglichkeit eine Berufshaftpflichtversicherung als erste Rahmenbasis zu schaffen. Allerdings ersetzt diese Versicherungsform nicht wirklich den Berufsrechtsschutz. Die Berufshaftpflichtversicherung ist weniger umfangreich und daher nur in der ersten Zeit sinnreich. Später sollte auf jeden Fall ein umfassender Berufsrechtsschutz vorherrschen, der verschiedene Bereiche des Unternehmens schützt.

Warum brauch ich überhaupt eine Berufsrechtsschutzversicherung?

Diese Frage ist natürlich berechtigt. Der Berufsrechtsschutz gehört nicht zu den Pflichtversicherungen eines jeden Unternehmens – daher erscheint dieser Schutz weniger interessant zu sein. Dennoch lohnt dieser Versicherungszweig immer und ist tatsächlich für einige Berufe unerlässlich.

Beispiel: ein junger Anwalt berät seine Mandanten hinsichtlich ihres Unternehmens. Im Laufe der Zeit stellen die Unternehmer jedoch fest, dass diese Beratung alles andere als vorteilhaft verlaufen ist. Sie fühlen sich sogar dermaßen falsch beraten, dass Sie eine Klage auf Schadensersatz einreichen.

Diese Streitigkeit kann überaus teure Züge annehmen. Ist der Anwalt hingegen mit einem soliden Berufsrechtsschutz ausgestattet, so braucht er sich um seine Existenz nicht zu kümmern, können Gerichtskosten und die Unterstützung von Partneranwälten von der Assekuranz übernommen werden.