Allgemeines zum Thema Hausratversicherung

Hausrat VersicherungRund 3/4 der Deutschen haben sie, die sogenannte Hausratversicherung. Eine Versicherung, die, wie der Name schon sagt, den sogenannten Hausrat absichert. Unter Hausrat verstehen die Versicherer dabei im Allgemeinen alle beweglichen Sachen, die sich im Haus oder der Wohnung des Versicherungsnehmers befinden. Die Hausratversicherung ist keine Pflichtversicherung, sie kann in der Regel auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden. Eventuelle Ausnahmen können dann eintreten, wenn z.B. ein Haus finanziert wurde, und der Kreditgeber den Abschluss einer Hausratversicherung verlangt. Obwohl es in Deutschland keine Pflicht ist, eine Hausratversicherung abzuschließen, so empfehlen die meisten Versicherungsunternehmen aber in jedem Fall die Absicherung. Den meisten Menschen ist der Wert, den sie in Haus oder Wohnung in Form von beweglichen Sachen haben, gar nicht bewusst. Kommt es dann aber zu einem Verlust bestimmter Hausratgegenstände, oder gar des ganzen Hausrates, z.B. durch ein Feuer, wird schnell klar, wie groß der Wert der Sachen war. Ohne Versicherung für viele Menschen ein finanzielles Fiasko. Umso wichtiger, sich hier finanziell abzusichern. Die Hausratversicherung macht es möglich.

Hausrat und Hausratversicherung

Die Hausratversicherung sichert die finanziellen Folgen ab, wenn Teile oder gar der gesamte Hausrat verloren gehen bzw. zerstört werden. Der Hausrat, das sind alle beweglichen Sachen, die sich in einem Haus oder einer Wohnung befinden. Je nach Versicherungstarif können hier auch Sachen mit eingeschlossen werden, die sich im Auto des Versicherungsnehmers befinden, welches z.B. in der zum Haus dazugehörigen Garage steht. Grundsätzlich aber ist das Auto nicht mitversichert.

Zu den beweglichen Sachen gehören in der Regel:

  • Möbel
  • Teppiche
  • Geschirr
  • Elektrogeräte
  • Kleidung
  • Werkzeug
  • Lebensmittel
  • Vorräte

Viele Versicherer gliedern den Hausrat auch in die Untergruppen Gebrauch, Verbrauch und beruflich genutzte Arbeitsgeräte ein.

Wer eine Hausratversicherung abschließt, kann neben dem normalen Hausrat als Zusatzabsicherungen noch weitere Werte mit versichern. So gibt es hier bei den meisten Gesellschaften die Möglichkeit, eine Glasversicherung oder auch eine Fahrradversicherung abzuschließen. Die Glasversicherung umfasst dann die Verglasungen am Gebäude, an den Möbeln, Kochfelder wie z.B. das Cerankochfeld und auch Aquarien. Fahrräder können Versicherungsnehmer durch die Fahrradversicherung als Teil der Hausratversicherung versichern.

Viele Menschen haben neben Möbeln, Geschirr und Elektrogeräten oft auch noch weitere bewegliche Sachen in ihren Wohnräumen, die Wertsachen. Hierunter fallen u.a. Schmuck, Münzen oder Wertpapiere. In der Regel werden auch die Wertsachen von der Hausratversicherung mit abgesichert, allerdings nur bis zu max. 20% der vereinbarten Versicherungssumme.

In Deutschland besteht im Allgemeinen die Pflicht für Versicherungsnehmer, Schäden immer möglichst gering zu halten. Das bedeutet z.B., dass Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachkommen müssen, um zu verhindern, dass die Kinder eventuell Schäden verursachen könnten, die dann durch eine Versicherungsleistung bezahlt werden müssten. Wurde die Aufsichtspflicht nachweislich verletzt, ist es nicht selten so, dass an Stelle der Hausratversicherung des Geschädigten dann die Haftpflicht oder die Rechtschutzversicherung des Schädigers einspringen muss.

Was sichert die Hausratversicherung ab?

Die Hausratversicherung springt dann ein, wenn beim Versicherungsnehmer ein Teil oder gar der ganze Hausrat nicht mehr nutzbar ist. Nicht mehr nutzbar, das kann zu einem bedeuten, der Hausrat wurde zerstört. Zum anderen aber auch, der Hausrat wurde gestohlen. In beiden Fällen kommt dann die Hausratversicherung bis zur vereinbarten Versicherungssumme für den Schaden auf.haus teuer

Allgemein sichert die Hausratversicherung die finanziellen Folgen durch folgende Ereignisse ab:

  • Brände
  • Blitzschläge
  • Explosionen
  • Einbruch
  • Raub
  • Vandalismus
  • Leitungswasser
  • Frostschaden
  • Sturm
  • Hagel

Wird der Hausrat durch eines dieser Ereignisse zerstört oder entwendet, so ist das ein Versicherungsfall, die Hausratversicherung leistet an den Versicherungsnehmer.

Versicherungsnehmer sprechen in diesem Zusammenhang oft auch von versicherten Gefahren und versicherten Kosten. Versicherte Gefahren, darunter fallen eben Feuer, Schäden durch Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl und Raub, und auch Vandalismus. Neben den versicherten Gefahren gibt es noch die versicherten Kosten. Diese stehen in engem Zusammenhang mit den versicherten Gefahren. Hierunter fallen u.a.

  • Aufräumkosten
  • Bewegungs- und Schutzkosten
  • Transport- und Lagerkosten
  • Bewachungskosten
  • Schlossänderungskosten
  • Reparaturkosten Gebäude- und Nassschäden
  • Kosten für provisorische Maßnahmen

Die versicherten Kosten entstehen in der Regel durch die versicherten Gefahren. Hat es zum Beispiel gebrannt, so entstehen dem Versicherungsnehmer nicht nur die Kosten durch den nötigen Ersatz bestimmter Hausratgegenstände, sondern oft werden auch Aufräumarbeiten nötig, Reparaturen oder auch Lagerungen oder Transport.

Eine versicherte Gefahr, der Blitzschlag. Trifft der Blitz das Haus des Versicherungsnehmers und werden hierdurch z.B. Elektrogeräte zerstört, so zahlt die Hausratversicherung. Trifft der Blitz aber ins Haus des Nachbarn, aber dennoch hat auch der Versicherungsnehmer einen Schaden durch den Blitzeinschlag, so zahlt die Versicherung nicht immer automatisch. Es empfiehlt sich daher immer, auch das Kleingedruckte der Verträge zu lesen, um für alle Eventualitäten auf der sicheren Seite zu sein.

Mit eingeschlossen werden bei den versicherten Gefahren können auch die sogenannten Elementarschäden. Unter die Elementarschäden fallen u.a. Schäden durch Erdbeben, Vulkanausbrüche, Lawinen, Erdrutsche, Erdsenkungen, Überschwemmungen/Hochwasser, Tornados und Schneedruck. Viele Versicherungsnehmer schließen diese Absicherung in ihrer Hausratversicherung aus, weil sie sie schlicht und einfach für unnötig halten. Und ja, bestimmt sind viele dieser Gefahren für die meisten Regionen Deutschlands untypisch. Wir wissen aber, das Klima ändert sich, die Bedingungen verändern sich. So sind auch kleine Tornados oder auch Erdbeben in Deutschland längst keine Seltenheit mehr. Wer also eine Hausratversicherung abschließt, sollte sich in jedem Fall auch mit dem Thema Elementarschäden genauer auseinandersetzen.

Liegt allerdings ein fahrlässiges Verhalten von Seiten des Versicherungsnehmers vor, so muss die Versicherung nicht leisten. Kam es zum Beispiel zu einem Diebstahl, weil Türen oder Fenster nicht richtig verschlossen waren, so ist die Versicherung nicht in der Pflicht, für den Schaden aufzukommen. Der Versicherungsnehmer hat fahrlässig gehandelt und muss die Kosten selber tragen.

Was und wieviel zahlt und leistet die Hausratversicherung?

Im Versicherungsfall zahlt die Versicherung nicht den Zeitwert, sondern den Wiederanschaffungswert. Der Versicherungsnehmer hat das Recht, sich einen gleichwertigen Ersatz zu kaufen, und erhält dann den Kaufpreis von der Versicherung erstattet. Es findet also ein Ersatz zum Neuwert statt. Allerdings ist hier die vereinbarte Versicherungssumme die Obergrenze. Schäden, die über diese Summe hinausgehen, werden dann nicht vollständig beglichen.

Versicherungssumme und Versicherungsprämie

Wer eine Hausratversicherung abschließt, muss sich auch mit der Höhe der Versicherungssumme beschäftigen und auseinandersetzen. Versicherungssumme, das bedeutet, bis maximal zu dieser Summe kommt die Versicherung für Schäden auf. Daher sollte diese Summe gut überlegt sein. Es gilt, den Wert seines Hab und Guts richtig einzuschätzen.

Den Wert können Versicherungsnehmer auf zwei verschiede Arten festlegen. Zum einen können sie Raum für Raum durchgehen, und die einzelnen Werte aufschreiben und addieren. Oder aber, die Versicherungssumme wird über die Größe bzw. Wohnfläche von Haus oder Wohnung berechnet.

Wichtig bei der Versicherungssumme ist in jedem Fall, weder überversichert noch unterversichert zu sein. Idealerweise sind Versicherungssumme und Gesamtwert des Hausrates gleich hoch. Unterversichert, das würde im Fall der Fälle bedeuten, eventuell wäre der Schaden dann größer als die Versicherungsleistung. Eine Überversicherung schadet zwar nicht unbedingt, bedeutet aber, dass die Versicherung teurer wird als es nötig ist.

Viele Versicherungsgesellschaften haben den sogenannten Unterversicherungsverzicht in ihren Verträgen festgehalten. Hier wird die Versicherungssumme dann über die qm Wohnfläche ermittelt. Pro qm werden hier dann meist zwischen 500 und 750 Euro angesetzt, die Versicherung verzichtet auf eine Überprüfung der Unterversicherung und leistet im Versicherungsfall bis zu 100%.

Da der Hausrat meist nicht über Jahrzehnte konstant viel wert bleibt, ist es bei der Hausratversicherung wichtig, diese regelmäßig zu aktualisieren. Das bedeutet, die Versicherungssumme sollte regelmäßig überprüft und eventuell angepasst werden. Nur so können Versicherungsnehmer sicher sein, im Fall der Fälle volle Leistungen zu erhalten. Wer aber sein Hab und Gut über die qm wertmäßig bestimmt hat, braucht hier nicht tätig zu werden. Nur, wenn sich die gesamten Wohnverhältnisse sich verändern, z.B. größeres Haus oder größere Wohnung, dann sollte auch hier eine Anpassung stattfinden.

Unter der sogenannten Versicherungsprämie versteht man den Beitrag, den die Versicherung kostet. Hier gilt, je höher die Versicherungssumme, desto höher auch der zu leistende, Beitrag. Die Beiträge können meist monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder auch jährlich geleistet werden.

Folgende Faktoren bestimmen die Höhe der Prämie:

  • Versicherungssumme
  • PLZ/Wohnort
  • Wohnfläche
  • Selbstbeteiligung
  • Laufzeit des Vertrages
  • Zahlungsrhythmus

Die Kündigung der Hausratversicherung

Wie bei allen anderen Versicherungen auch, so kann auch bei der Hausratversicherung eine Kündigung notwendig werden. Grundsätzlich hat der Versicherungsnehmer das Recht, die Versicherung zu kündigen, solange er sich an die gegebenen Fristen und Bestimmungen hält. Eine Hausratversicherung läuft in der Regel immer im Jahresrhythmus, so dass diese Frist in jedem Fall beachtet werden muss, und zwar mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten. Dabei muss die Kündigung in der Regel schriftlich erfolgen. Je nach Anbieter kann es sein, dass die Bedingungen für die ordentliche Kündigung leicht variieren. Individuell sollten sich Versicherungsnehmer hier daher in jedem Fall frühzeitig informieren.

Der Versicherungsnehmer hat neben dem Recht zur ordentlichen Kündigung auch das Recht auf eine außerordentliche Kündigung. In diesen Fällen müssen keine Fristen eingehalten werden, die Kündigung kann in der Regel gleich erfolgen. Diese außerordentliche Kündigung ist möglich bei

  • Zusammenzug zweier Versicherungsnehmer
  • einer doppelten Versicherung
  • einem Umzug ins Ausland
  • einer Haushaltsauflösung
  • Tod

Auch bei außerordentlichen Kündigungen sollten Versicherungsnehmer in jedem Fall die individuellen Bedingungen der Versicherungsgesellschaft beachten und unter die Lupe nehmen.

Ein Sonderkündigungsrecht hat der Versicherungsnehmer auch dann, wenn die Prämie erhöht wurde bzw. werden soll.

Auch der Versicherer selbst hat das Recht, den Vertrag zu kündigen. So z.B., wenn die Prämien nicht gezahlt werden, oder aber, wenn ein Versicherungsbetrug vorliegt. Aber auch nach einem Schaden und der Begleichung darf ein Versicherungsunternehmen einen bestehenden Vertrag zur Hausratversicherung kündigen. Hierbei handelt es sich um ein Sonderkündigungsrecht zu Gunsten des Versicherungsgebers.

Tarifrechner und Vergleich

Fest steht, eine Hausratversicherung ist zwar keine Pflichtversicherung, aber dennoch eine Versicherung, die sich nicht selten bezahlt macht. Wichtig hier aber, wie bei allen anderen Versicherungen auch, das passende Modell, den passenden Tarif, den individuell richtigen Anbieter zu finden. Denn nur so können sich Versicherungsnehmer sicher sein, eine für sie optimale Absicherung zu erhalten.

Vor dem Abschluss einer Hausratversicherung sollte daher immer ein Vergleich der verschiedenen Angebote der einzelnen Gesellschaften stehen. Zwar bedeutet das in der Regel etwas Mühe und Zeitaufwand, doch diese lohnen sich. Mit Hilfe von einem Vergleichsrechner kann ein solcher Vergleich in der Regel schnell und einfach erstellt werden. Bequem von zu Hause, am eigenen PC, lässt sich so die passende Hausratversicherung finden.

Ein solcher Vergleich per Tarifrechner erfordert in der Regel nur wenige persönliche und individuelle Angaben. Diese sind:

  • Wohnfläche in qm
  • PLZ und Wohnort
  • Geburtsdatum des Versicherungsnehmers
  • weitere Zusatzoptionen erwünscht, z.B. Fahrräder, Glas oder Elementar

Des Weiteren kann noch die Versicherungssumme individuell angepasst werden, die Zahlweise kann bestimmt werden, ebenso die Mindestlaufzeit. Auch, wer im öffentlichen Dienst arbeitet, sollte dies angeben.

Dem folgenden Vergleichsergebnis liegen diese Daten zu Grunde:

  • Wohnfläche in qm 68
  • PLZ 55743, Ort Idar-Oberstein
  • Geburtsdatum 20.03.1980
  • Glas und Elementar ja, Fahrrad nein
  • Versicherungssumme so übernommen wie vom Rechner angegeben
  • Selbstbeteiligung nein
  • Mindestlaufzeit 1 Jahr
  • Zahlweise jährlich
  • Öffentlicher Dienst nein

Das Ergebnis eines Tarifrechnervergleichs lässt sich auf drei verschiedenen Wegen lesen und auswerten. Zum einen können Interessenten hier nur nach dem Beitrag gehen und einen Anbieter mit dem günstigsten Beitrag wählen. In diesem Beispiel heißt der Sieger nach Versicherungsprämie Ammerländer Versicherung. Hier stehen die Tarife Economic mit einer Prämie von 81,28 Euro und der Tarif Optimal mit einer Prämie von 89,18 Euro an erster Stelle. Wer sich aber nicht nur auf die Beitragshöhe verlassen will, kann den Vergleich auch nach den Empfehlungen für sich auswerten. In dem errechneten Beispiel schneidet auch hier die Ammerländer Versicherung am besten ab. Bei den Empfehlungen geht es nicht nur um den Preis, sondern auch um weitere Kriterien und Tarifmerkmale. Letzen Endes können auch die Bewertungen, die Noten der einzelnen Anbieter miteinander verglichen werden. Mit einer glatten 1,0 schneidet wieder die Ammerländer Versicherung am besten ab.

Der Tarifrechner zeigt in dem Fall eine empfohlene Versicherungssumme von 44.200 Euro an. Es lohnt sich in der Regel, diesen Empfehlungen nachzukommen, da sonst eine Über- bzw. Unterversicherung die Folge sein kann. Wer sich unsicher ist, kann sich natürlich auch noch individuell beraten lassen. In jedem Fall aber ist ein Vergleich der einzelnen Angebote und Anbieter empfehlenswert und dank der Tarifrechner im Netz auch einfach und schnell erstellt. So ist die passende Hausratversicherung für das eigene Hab und Gut schnell gefunden.